Bleib’ gesund! In keinem Jahr haben wir den Wunsch zur Gesundheit so oft gehört wie in diesem. Selbstverständlich, COVID-19 steht dieses Jahr ja auch im Fokus.

Gesundheit sollte immer unsere Prio 1 im Alltag sein. Das betrifft nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch unsere mentale. Gerade in herausfordernden Zeiten wie diesen, dürfen wir darauf achten, dass wir auch oder besonders mental gesund sind.

Es gibt einen einzigen Menschen im Leben, von dem wir 24/7 begleitet werden. Eine wichtige Person, mit der wir unser ganzes Leben zu tun haben. Das sind wir selbst.

Wir haben die Aufgabe, uns um uns selbst zu kümmern und trotzdem kümmern wir uns oft lieber um andere oder anderes.

Wenn es um uns geht, sollten wir vor allem in der Lage sein Gedanken, Emotionen und unser Handeln zu hinterfragen. Wir sollten es so entwickeln, dass es uns persönlich gut geht, sodass wir uns als selbstwirksam und positiv handlungsfähig wahrnehmen. 

Warum ist es gerade in herausfordernden Zeiten schwierig, mental gesund zu bleiben?

Gerade jetzt sind wir mit sehr viel Unsicherheit konfrontiert. Wir befinden uns in einer Situation, die wir vorher nicht kannten. COVID-19 kam überraschend und unerwartet. Wir hatten nicht einmal die Möglichkeit, eine Strategie für uns zu entwickeln wie wir persönlich damit umgehen können.

Während uns also diese Welle überrollt, haben wir uns an neue Bedingungen wie z.B. dem dauerhaften Arbeiten im Home Office oder den extremen Kontaktbeschränkungen anpassen müssen. Das bedeutet noch jetzt große Veränderungen für uns, die kognitiv und mental anstrengend sind.

Und genauso unerwartet wie die Veränderung kam, hält auch die Unsicherheit noch an. Wir alle wissen nicht wie es 2021 weitergehen wird und wie sich unser Leben noch verändert. 

Wir sind müde, ausgelaugt und angestrengt. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir diesen Kreislauf durchbrechen, der dadurch entsteht. Dadurch, dass wir mental erschöpft sind, ziehen wir uns zurück und lassen somit z.B. auch die Bewegung oder Ernährung schleifen. Das wiederum drückt dann auch auf unsere Stimmung und unsere Leistungsfähigkeit.

8 Impulse für deine mentale Gesundheit

Mentales Ungleichgewicht. Ist das eine Tatsache, die auch du bei dir beobachten kannst und ändern willst? Du hast jetzt noch die Chance, dieses Jahr trotz der herausfordernden Umstände mit einem positiven mentalen Zustand abzuschließen.

Dafür kannst du selbst sorgen, indem du deine mentale Gesundheit stärkst. Das kannst du vor allem über drei Wege machen: deine Gedanken, dein Verhalten oder soziale Interaktion mit anderen.

Die Tipps, die du in diesem Blogartikel bekommst, sind wie ein Buffet – nimm dir einfach das, was sich für dich gut anfühlt und probiere es aus. 

Was kannst du in herausfordernden Zeiten für deine mentale Gesundheit machen? 

Warum wollen wir überhaupt etwas verändern? Hast du dich das schon einmal gefragt?

Die 8 Impulse zielen darauf ab, das eigene Selbstmanagement und die Selbstregulation zu verbessern. Sie zeigen dir Wege auf, wie du selbst in herausfordernden Zeiten wie diesen handlungsfähig, selbstwirksam und zufrieden sein kannst. 

Einen Zugang dazu kannst du über drei Wege erlangen: deine Gedanken, dein Verhalten und/oder durch soziale Interaktion.

Gedanken

1. sei wohlwollend und geduldig mit dir selbst

Neue Wege benötigen Zeit zu entstehen. Veränderungsprozesse sind ganz individuelle Prozesse, in denen wir wohlwollend und geduldig mit uns sein dürfen.

Die aktuelle Situation ist neu und unbekannt, setze dich deshalb nicht unter Druck und verurteile dich nicht, wenn etwas nicht so läuft wie geplant. Es kann dabei hilfreich sein, die innere Haltung einer Forscher:in einzunehmen. Neugierig, geduldig und mit großem Interesse, Neues zu entdecken und auszuprobieren.

Du kannst dafür ganz bewusst ein growth mindset einnehmen und dir dazu Gedanken machen, was dir diese Phase deines Lebens lehrt. 

2. unterbreche deine negative Gedankenspiralen 

Negative Gedankenspiralen ziehen dich nach unten und wirken sich negativ auf deine Stimmung aus. Sicherlich ist es in Ordnung negativen Gedanken auch mal nachzugeben. Auch der Punkt “Gedanken Raum geben” kann dabei hilfreich sein.

Wenn du dich allerdings selbstwirksam wahrnehmen möchtest, kannst du negative Gedankenspiralen mit einem einfachen gedanklichen “Stop” unterbrechen. Du distanzierst dich damit gedanklich von dem, was dich in diesem Moment nicht weiterbringt.

Leave it, love it or change it – das gilt für jede Situation, in der du dich ausgeliefert fühlst und dich in einer Jammer-Schleife wieder findest.

leave it – lass es sein, wenn du nichts ändern kannst, verschwende keine Energie darauf

love it – liebe was du machst, sei leidenschaftlich oder

change it – verändere deine Situation.

Auf jeden Fall – höre auf, dauerhaft zu jammern und übernimm Verantwortung. 

3. gib Gedanken einen Raum

Lass deinen Gedanken und den Emotionen, die sie mit sich bringen freien Lauf und werde kreativ. Oft ist es hilfreich, wenn du deinen Gedanken endlich den Raum gibst, den sie brauchen, um sich zu verändern.

Deinen Gedanken kannst du zum einen dadurch Raum geben, indem du sie kommunizierst, zum anderen jedoch auch, wenn du sie kreativ ausdrückst, z.B. durch malen, zeichnen, singen oder schreiben.

Und dann zurück zu Punkt eins: sei wohlwollend und geduldig mit dir. Perfektion hat im kreativen Prozess keinen Platz und darf einfach mal geparkt werden.

Verhalten

4. schaffe neue Routinen und Strukturen

Unser Alltag hat sich mit Home Office, geschlossenen Fitnessstudios, Bars und Restaurants usw. komplett verändert. Die Möglichkeiten, einfach mal rauszukommen und Abwechslung zu erleben, sind hinfällig. Das bedeutet auch, dass sich fast alles auf die eigenen vier Wände konzentriert.

Um die mentale Gesundheit zu stärken, sind neue Strukturen und Routinen wichtig. Sie geben dir Sicherheit. Innerhalb der neuen Rahmenbedingungen ist es dementsprechend hilfreich, dass du dir einen neuen Tagesablauf mit Fixpunkten für Mahlzeiten, Aktivitäten und Schlaf planst.

Dabei kannst du auch überlegen wie du deine alten Routinen nicht ganz aufgeben musst. Du kannst dich daher fragen, wie sich Hobbys, Freunde, Sport, Körperpflege usw. neu und kreativ in deinen neuen Alltag integrieren lassen.

5. tu dir und deinem Körper etwas Gutes

Nur weil wir jetzt viel zu Hause sind und nur noch wenig nach draußen gehen, sollten wir uns und unserem Körper trotzdem täglich etwas Gutes tun.

Bewegung ist dabei natürlich die No. 1. Dabei reicht es nicht aus, wenn du dich vom Bett, ins Bad, an den Schreibtisch und auf die Couch bewegst. Aber auch hier gilt, dich selbst nicht unter Druck zu setzen. Schon leichte Bewegungen wie ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft oder im Wald können dich mental stärken.

Außerdem gilt: auch wenn dich niemand im Home Office sieht, solltest du dich für dich selbst schön machen, ordentlich anziehen und pflegen. Dein Körper und deine mentale Gesundheit werden es dir danken.

6. plane bewusste digitale Auszeiten 

Das Smartphone ist beinahe an uns angewachsen. Dabei ist ein bewusster digitaler Konsum für unsere mentale Gesundheit ein entscheidender Faktor. Das haben bereits unzählige Studien gezeigt. Die Auswirkungen des digitalen Konsums zeigt das Center of Human Technology in ihren Ledger of Harms auf.

Du kannst für eine mentale Gesundheit dafür sorgen, Social Media & Co. bewusst zu konsumieren und dir für dich digitale Auszeiten zu schaffen. Für deine mentale Stärke ist es besonders hilfreich, wenn du vor dem zu Bett gehen und auch direkt nach dem Aufstehen nicht sofort auf das Smartphone schaust.

Empfehlenswert ist es, einen “Oldschool” Wecker neben das Bett zu stellen und das Smartphone aus deinem Schlafzimmer zu verbannen. Anstelle dessen kannst du vor dem Schlafengehen z.B. ein Buch lesen oder leichte Musik hören.

Soziale Kontakte

7. bleibe mit Freund:innen / Kolleg:innen weiterhin in aktivem Kontakt

Auch wenn der Kontakt eingeschränkt ist, helfen soziale Kontakte über das Gefühl der Einsamkeit hinweg zu kommen. Zum Glück können wir heute auf viele technologische Möglichkeiten zurückgreifen, um im Austausch zu bleiben. Das reicht von digitalen Weihnachtsfeiern, Mittagessen im Familienkreis oder digitalen Co-Working Sessions.

Neben den unzähligen digitalen Treffen, sind auch Verabredungen an der frischen Luft eine willkommene Abwechslung. Du wirst sehen, es wird sich gut anfühlen, raus aus der digitalen Blase zu kommen. Ein gemeinsamer Spaziergang oder eine Runde Sport bringt Energie und Freude. 

8. überrasche jemanden mit einer Kleinigkeit

Wenn du nicht möchtest, dass die Technologie deine sozialen Kontakte bestimmt, kannst du außerdem einen dir wichtigen Menschen mit einer Postkarte, einem handgeschriebenen Brief oder einem selbst gepackten Paket überraschen.

Würden wir uns nicht alle über so eine kleine Aufmerksamkeit freuen?

Die verschiedenen Ansatzpunkte, sind Wege wie es dir und uns allen gelingen kann, unsere mentale Gesundheit wieder in Balance zu bringen. Es geht dabei vor allem darum, dass wir in uns selbst hören und herausfinden, welche Bedürfnisse wir haben. Wir dürfen uns fragen, was wir selbst brauchen, um zufrieden zu sein und uns gut zu fühlen. Diese Frage kann uns niemand anderes beantworten, außer wir selbst. Wir können uns jedoch Unterstützung einholen, um diese Fragen leichter zu beantworten. 

Du möchtest in herausfordernden Zeiten auch leistungsfähig, selbstwirksam und handlungsfähig sein? Ich begleite dich als zertifizierte Coach gerne dabei, individuelle Antworten auf deine Fragen zu finden, deine mentale Stärke und effektive Strategien zu entwickeln. Für ein kostenfreies Erstgespräch melde dich bei mir über folgenden Link.