Erfolg bedeutet immer wieder zu beweisen, wie talentiert und intelligent wir sind. Es geht darum zu zeigen, was wir alles können, ohne uns überhaupt anzustrengen. Erfolg haben deshalb nur Menschen, die intelligent sind.

Kommt es nicht genau darauf in unserer Gesellschaft an? Erfolg durch Intelligenz? Und alles was zählt ist das Endergebnis?

Ja, aber… nicht nach Carol S. Dweck und dem Growth Mindset Ansatz zur Entfaltung des eigenen Potenzials.

Benjamin Barber, ein bedeutender politischer Theoretiker sagte: I don´t divide the world into the weak and the strong, or the successes and the failures… I divide the world into the learners and the nonlearners.” 

Genau darum soll es heute gehen: unser Mindset, wie wir über Erfolg denken, warum wir unser Mindset verändern sollten, wenn wir wirklich erfolgreich sein wollen und wie wir das machen können. 

In dem Buch von Dr. Carol S. Dweck “Mindset – Changing the way you think to fulfil your potential” beschreibt sie zwei Arten von Mindsets, die wir alle in unserem Leben in verschiedenen Lebensbereichen erfahren. Sie spricht von Fixed und Growth Mindset. Zwei Mindsets, die wir beide in uns haben. Jedoch in verschiedenen Lebensbereichen in unterschiedlichen Ausprägungen. Diese dürfen wir regelmäßig hinterfragen und dabei ehrlich zu uns sein.

Fixed und Growth Mindset – Worin erkennst du dich wieder? 

Die Aussagen zu Beginn des Artikels, sind Überzeugungen und Annahmen, nach denen Menschen mit einem Fixed Mindset denken. Sie gehen erst einmal grundsätzlich davon aus, dass unser Charakter und unsere Fähigkeiten in Stein gemeißelt sind.

Nur die, die mit Talent und Intelligenz geboren sind, haben die Möglichkeit, erfolgreich zu sein. Fixed Mindsetler haben im Leben und auf der Arbeit vor allem ein Ziel, sich selbst immer wieder vor anderen zu beweisen. In jeder Situation, in der sie sich wiederfinden, stellen sie sich vor allem die Fragen: Werde ich damit erfolgreich sein oder scheitern? Werde ich schlau wirken oder dumm? Werde ich akzeptiert oder abgelehnt? Werde ich mich wie ein Gewinner oder ein Verlierer fühlen? Danach treffen sie Entscheidungen darüber wie sie handeln und sich im Umkehrschluss auch fühlen.

Es gibt noch eine andere Herangehensweise. Eine Denkweise, die jede Herausforderung, jede neue Aufgabe und jedes neue Ziel als den Startpunkt von persönlicher Entwicklung sieht. Das Growth Mindset. Es ist ein Mindset, bei dem wir davon ausgehen, dass wir uns immer weiterentwickeln können. Es ist dann eben nicht in Stein gemeißelt, was wir können und was nicht. Menschen, mit einem Growth Mindset denken, sie können etwas NOCH nicht. Sie sitzen nicht da und warten, sondern erreichen ihre Ziele und Visionen durch Hingabe, (neue) Strategien und die Unterstützung anderer Menschen. Sie agieren nach der simplen, sehr wirkungsvollen B-A-G Formel

B-A-G Formel

 

Believe
Sie sind davon überzeugt: sie können sich weiterentwickeln, neue Fähigkeiten erlernen und ihre Ziele erreichen. “Ich werde eine Führungskraft sein, die Menschen inspiriert und mit dem Team gemeinsam Kunden zufriedenstellt.”

Action
Sie leiten aufgrund ihres aktuelle Status Quo aus dem Ziel einzelne Handlungsschritte ab. “Ich werde Kommunikationsseminare besuchen und eine Mentorin finden, die ein Vorbild für mich ist und mich auf diesem Weg begleitet.”

Growth
Sie sind bereit Erfahrungen zu machen, aus Fehlern zu lernen, den Kurs immer wieder neu auszurichten und damit bereit, zu lernen und zu wachsen.

Vom Fixed zum Growth Mindset – können wir das Mindset verändern?

Wissenschaftler sind sich einig, dass wir mehr Kapazitäten und Möglichkeiten in uns haben, lebenslang zu lernen und unsere Persönlichkeit kontinuierlich weiterzuentwickeln als wir jemals gedacht haben.

Und somit ist es uns auch möglich, von einem Fixed in ein Growth Mindset zu wechseln. Neue Überzeugungen und Annahmen über uns zu definieren, die uns ins Handeln bringen, uns in schwierigen Zeiten helfen, durchzuziehen und uns kontinuierlich intrinsisch motivieren.

Das sind doch gute Nachrichten, oder?

Es geht hier jedoch nicht darum, sich kontinuierlich selbst zu optimieren, um wieder jemandem im Außen zu beweisen, dass wir gut genug sind. Vielmehr geht es darum, herauszufinden, was wir lieben, worin wir einen Sinn sehen und was unser Leben erfüllt. Genau das ist es, was Menschen mit einem Growth Mindset ausmacht. Sie haben etwas gefunden, das sie lieben jeden Tag zu machen und das auch, wenn Schwierigkeiten oder große Herausforderungen vor ihnen stehen.

Im Fixed Mindset geht es nur um das Ergebnis und die Bestätigung von anderen Menschen. Wenn sie scheitern oder sie nicht die besten sind, dann war alles umsonst. Im Growth Mindset steht der (Entwicklungs-/Entfaltungs-) Prozess im Vordergrund, unabhängig vom Ergebnis. Scheitern – auch wenn es im ersten Moment natürlich schmerzt – wird als eine wichtige Phase des Lernens und Wachsens gesehen.

Wie entwickeln wir ein Growth Mindset für lebenslanges Lernen? 

1. Hinterfrage deine persönlichen Annahmen und Überzeugungen

Denke einmal kurz nach: welche Fähigkeiten und Eigenschaften hast du in den letzten Jahren weiterentwickelt? Wer warst du noch vor 10 Jahren? Wer vor einem Jahr? Die gleiche Person wie heute? 

Ich gehe davon aus, nein. Wie also hast du dir diese Eigenschaften angeeignet?

Hast du schon mal jemanden erlebt, der über Babies lacht und sie als dumm bezeichnet, weil sie noch nicht sprechen können? Die Zeit und das Verständnis, die wir Babies zusprechen, da sie eine Fähigkeit lernen, ist auch Teil eines Growth Mindsets.

Wenn wir eine neue Fähigkeit lernen, sind wir NOCH nicht gut darin. Schließlich stehen wir ja auch am Anfang, die Fähigkeit zu erlernen. Wenn wir allerdings gut werden wollen, dann dürfen wir immer wieder reflektieren und vor allem üben, trainieren, weiterlernen. Das ist wie im Sport – nur durch regelmäßiges Training können wir wirklich besser werden.

2. Sei überzeugt von deiner Fähigkeit, für alles einen Weg zu finden

Ganz egal wie groß deine aktuelle Situation, deine Herausforderungen oder zukünftige Vision deiner selbst sind, sei selbst davon überzeugt, dass du einen Weg finden wirst. Es liegt in deiner Hand besser zu werden. Und dabei ist es auch ganz egal wie alt du bist.

Wenn du von dieser Fähigkeit nicht überzeugt bist, erkennst du es daran. Bei jeder neuen Aufgabe oder jedem neuen Ziel denkst du dir, dass du es nicht kannst und gibst auf oder suchst dir anderweitige Beschäftigungen.

Stärke diese neue Überzeugung und leite Schritt drei daraus ab, denn sie ist der grundlegende Faktor für Wachstum und Weiterentwicklung. Sie gibt dir die Möglichkeit, jede Herausforderung mutig und entschlossen anzunehmen.

Du schaust dann: wie kann ich dort hinkommen, was braucht es dafür, um meine Ziele zu erreichen. Wenn du jedoch nicht davon überzeugt bist, dass du die Fähigkeiten und Einstellungen hast oder entwickeln wirst, dann wirst du dich auch nicht bewegen. 

3. Übernehme Verantwortung und definiere einen individuellen Plan

Entwickle deinen eigenen individuellen Plan. Kennst du Menschen, die sich darauf verlassen, dass jemand anderes für sie den Plan schreibt? Gehörst du dazu? Weder dein Chef, dein Mentor oder dein Coach haben die Aufgabe dir zu sagen, welche nächsten Schritte du gehen sollst. 

Sie unterstützen dich sicherlich dabei, den Weg zu gehen. Jedoch mehr in der Rolle als Weggefährten, Sparringspartner oder Ratgeber.

Die Entscheidung, wo du hinwillst kannst und solltest letztendlich jedoch nur du selbst treffen. Frage dich: Wofür brenne ich? Was ist meine Vision? Wer sind meine Vorbilder?

Und überlege dann, was brauche ich, um mich meiner Vision anzunähern? Welche Schritte will ich und bin ich bereit zu gehen? Was kann ich auf den einzelnen Etappen lernen? Wie will ich mich weiterentwickeln?

Sobald du dir diese Fragen beginnst zu stellen, wirst du schnell merken, dass sich dein Mindset öffnet. Du wirst Freude daran finden, zu entdecken und interessiert zu sein. Du wirst sehen, dass sich die Welt ständig verändert und du kannst dich mit verändern. Du kannst mit jeder Herausforderung, die auf dich zukommt, besser umgehen.

Schreibst du dir jedoch keinen eigenen Plan, dann reagierst du nur. Du bleibst dann der Ping Pong Ball anderer Menschen und deren Meinungen.

Immer glücklich und gut drauf im Growth Mindset

Es wird sicherlich viele Momente geben, in denen zu zweifelst und nahezu verzweifelst. Es wird Tage geben, an denen du entmutigt bist, du Angst bekommst zu scheitern und alles einfach kacke ist. Das ist in der Veränderung und im Lern- und Entfaltungsprozess normal. Lerne diese Tage zu schätzen, bleibe bei dir oder suche das Gespräch mit dir vertrauten Menschen. Jedoch: gib nicht auf, sondern schätze es als Teil des Lernprozesses. Es macht dich mental stärker und lässt dich wachsen. 

Im Growth Mindset wirst du dich dann inmitten des Chaos und der Unsicherheit als ruhig und entschlossen wahrnehmen.

Du hast dir Karriereziele gesteckt, die du zielgerichtet planen und mit Freude an der Weiterentwicklung erreichen willst? Dafür möchtest du an deinem Growth Mindset arbeiten, dann melde dich bei mir für ein kostenfreies Erstgespräch über folgenden Link.