Das Jahr neigt sich dem Ende zu – Zeit für eine knackige effektive Jahresreflexion. Gefühlt ist es wieder wie im Flug vergangenen und alles was war, ist wie verschwommen. Kannst du dich noch erinnern, welche Erfolge du im Januar erzielt hast? Welche Ereignisse und Erfahrungen du mitgenommen hast? Oder, welche Fehler dir dieses Jahr unterlaufen sind und was du aus ihnen gelernt hast?

Jahresreflexion – aber ich schmiede lieber Zukunftspläne! 

An was denkst du, wenn du von Jahresreflexion hörst? Ist das ein Ja, klar mache ich oder ein naja, nein das dauert mir zu lange. Außerdem zerbreche ich mir nicht gern den Kopf über das was war. Ich schaue gerne nach vorne. In der Vergangenheit kann ich so oder so nichts verändern.

Das sind absolut nachvollziehbare Gedanken. Wenn du ein zukunftsorientierter Typ Mensch bist, richtest du deinen Blick viel gerner auf alles das, was noch kommt. 

Logisch, denn dort siehst du, was du alles noch ändern und erleben kannst. Du schmiedest gern Ziele und Pläne. Alles, was du willst, ist wieder motiviert und voller Elan in das neue Jahr zu starten. Und genau hier lohnt es sich mit einer Rückschau zu starten.

Die Jahresreflexion mit drei effektiven Fragen zum Nachdenken und Reflektieren wird dir Klarheit für dich und das vergangene Jahr geben. Es geht bei der Reflexion darum, einen möglichst realistischen Blick für das zu bekommen, was du erlebt hast. Nochmal mit Abstand drauf zu schauen und mit einer anderen Perspektive, die wichtigsten Punkte herauszuziehen.

Warum und wie soll ich eine Jahresreflexion machen?

Das Jahr 2020 war ein turbulentes Jahr. Eine verrückte Achterbahnfahrt, die ganz schön viel von uns gefordert hat. Was ist dein erster Gedanke, wenn du an das vergangene Jahr denkst? 

Eine Jahresreflexion ist insbesondere dieses Jahr wichtig. Wir fühlen uns zerrissen und können aufgrund der Ereignisse nur schwer einordnen, ob das Jahr gut oder schlecht war. Tendenziell überwiegt das Gefühl, dass es anstrengend und herausfordernd war. Die Jahresreflexion mit den drei Fragen zeigt neue Perspektiven auf. Sicherlich gab es auch viele Erfolge, erreichte Ziele und umgesetzte Projekte. Du wirst sehen!

Du brauchst für die Reflexion auch nicht viel außer ca. 30 Minuten Zeit, Stift und Papier. Schaffe dir eine gute Atmosphäre, indem du dir z.B. eine leckere Tasse Tee machst und beim Reflektieren noch deinen Lieblingssong des Jahres hörst. 

Drei effektive Fragen zum Nachdenken und Reflektieren

Es sind genau drei Fragen, mit denen wir in der Vergangenheit gute Erfahrung gemacht haben. Es geht dabei um eine knackig effektive Jahresreflexion. Wie immer sind das Impulse und Ideen, die du gern auch nach deinen Bedürfnissen ergänzen und bearbeiten kannst. So, dass es sich für dich gut passt.

1. Erfolge feiern – Was habe ich dieses Jahr gemacht, entwickelt oder erreicht, auf das ich stolz bin?

Kleine Erfolge und große Erfolge. Wenn wir im Alltag stecken und unsere Träume und Ziele jagen, neigen wir dazu zu übersehen, was innerhalb eines Jahres alles gut gelaufen ist. Wir machen weiter und weiter, feiern dabei gar nicht das, was wir erreicht haben.

Wir sehen es als selbstverständlich an und verarbeiten gar nicht, was wir erlebt haben. Dadurch, dass wir sehr kritisch mit uns sind, übersehen wir den Fortschritt und den Weg, den wir zurückgelegt haben. Die erreichten Meilensteine fallen einfach unter den Tisch. Dabei sollten wir stolz sein, auf das was wir erreicht haben und uns feiern. 

Im Leben geht es doch nicht darum, nur nach den Ideen der Zukunft zu jagen, sondern in der Gegenwart, den Moment zu erleben. Greifbar zu machen, was ist und dafür dankbar zu sein. Darin liegt der Schlüssel zur Zufriedenheit.

Andersherum brennen wir irgendwann aus, da wir nicht permanent auf der “Jagd” sein können.

Jetzt sagst du vielleicht: aber es gab keine Erfolge! Das Jahr war eine Katastrophe! Das nehme ich dir erst ab, wenn du das Jahr Monat für Monat, Tag für Tag durchgegangen bist. Nehme dir dafür deinen Kalender oder die Bilder auf deinem Smartphone und scrolle durch – erinnere dich an das, was du erlebt hast. Nutze sie als Erinnerungshilfe, um deine Erfolge zu entdecken.

2. Aus Fehlern lernen – Welche Fehler habe ich gemacht? Was haben sie mich gelehrt? Welche “lessons learned” werde ich für mich nutzen?

Wir alle machen Fehler. Das wird dir sicherlich auch auffallen, wenn du das Jahr zurückblickst. Es gab Höhen und Tiefen. In diesem Jahr 2020 vielleicht sogar verstärkt, dadurch, dass wir uns alle aufgrund der Ausnahmesituation schnell umstellen und anpassen mussten.

Nimm für die Jahresreflexion dein Growth Mindset ein – eine erwachsene ausbalancierte innere Haltung. Fehler oder Irrwege sind okay, sie geben uns die Möglichkeit zu wachsen und zu lernen. Letztendlich aber auch nur, wenn wir sie auch als Wachstums- und Entwicklungschance anerkennen.

Es ist deshalb eine wichtige Frage, durch die wir ein tieferes Verständnis für unser Denken, Fühlen und Handeln bekommen. Gerade am Ende des Jahres steckt in dieser Frage ein großes Potenzial. Wir haben dann den nötigen Abstand, um eine neutraleren Blick auf Situationen einzunehmen. Den Kritiker dürfen wir dann gern mal auf “on mute” stellen.

Fehler als Wachstums- und Entwicklungschance zu erkennen, wird dir einen neuen Blick geben. Nicht nur für das Jahresende, sondern grundsätzlich. Die innere Haltung im Growth Mindset zeigt dir kontinuierlich auf wie du dein volles Potenzial entfalten kannst.

3. Unnützes loslassen – Was bin ich bereit im alten Jahr zurückzulassen?

Eine große Frage, die viel Veränderung mit sich bringt. Eine Frage, die wir sogar nicht nur schriftlich beantworten, sondern auch mit einer Handlung verknüpfen sollten. Aufräumen, ausmisten, wegwerfen, To-Do-Listen bereinigen und sich ganz bewusst dafür zu entscheiden – NEIN zu sagen.

Wenn wir das Jahr Revue passieren lassen, werden uns Projekte, Commitments, Ziele oder anderes auffallen, das uns einfach nichts gebracht hat. Und genau die Dinge können wir mit gutem Gefühl auch im alten Jahr zurücklassen. Meistens sind es genau diese Zeit- und Energiefresser, die uns davon abhalten, wirklich voranzukommen.

Das ist vor allem dann auch entscheidend, wenn wir uns gern verzetteln, auf alle Ideen und Züge aufspringen wollen und verfolgt werden von der FOMO (the fear of missing out). Fokus und Klarheit sind zwei entscheidende Faktoren auf dem Weg zu mehr Zufriedenheit, Erfolg und mentaler Stärke. 

Wenn wir die Dinge im Außen aufgeräumt haben, dann geht der nächste Schritt nach innen. Welche inneren Prozesse, Gedanken oder Überzeugungen halten dich davon ab, wirklich voranzukommen? Welche mentalen oder emotionalen Blockaden stehen dir im Weg, um zufrieden, klar und erfolgreich zu sein, ohne auszubrennen?

Welche Geschichte ist es, die du dir selbst erzählst? Bist du zu alt oder zu jung, um das zu machen, was du möchtest? Bist du nicht erfolgreich genug? Bist du zu langsam oder zu ungenau? Was ist es, das dich auf deinem Weg verunsichert, dich demotiviert und müde macht?

Nimm einen Zettel schreibe alle diese Zweifel auf, knülle sie zusammen und schmeiß sie in den Müll. Ein für alle Mal. Ersetze die alten Gedanken mit neuen Gedanken, Überzeugungen und inneren Prozessen. Welche wirst du im neuen Jahr für dich etablieren?

Deine Essenz – eine Jahresrückschau, die Klarheit bringt

Anhand der Reflexion kannst du dich ganz klar auf ein starkes neues Jahr festlegen:

  1. Was ist die eine Sache, auf die du stolz bist?
  2. Was ist der eine Fehler, den du gemacht hast und was lernst du daraus?
  3. Was ist die eine Sache, die du loslassen und im alten Jahr zurücklassen wirst?

Bei der Jahresreflexion geht es erst einmal nicht darum, Anlauf zu nehmen und mit voller Übermotivation ins neue Jahr zu starten. Im Gegenteil. Die Jahresreflexion dient uns dafür, in Ruhe das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, um mit Klarheit und Fokus in das neue Jahr zu starten.

Wir blicken alle mit Hoffnung und Zuversicht in das Jahr 2021. Nutze diese Klarheit und die Selbstreflexion als eine Möglichkeit, deine nächsten Ziele mit Fokus und Gelassenheit anzugehen. Wir können nicht darauf hoffen, dass einfach von heute auf morgen alles von alleine kommt, was wir uns als Ziele gesetzt haben. Wir müssen dafür etwas tun. Die Jahresreflexion und die 3 Fragen sind der erste Schritt dafür.

Du wünschst dir für deine Jahresreflexion eine neutrale Perspektive, um daraus nächste berufliche Schritte abzuleiten oder neu zu definieren? Dafür möchtest du an deinem Mindset und deinen Strategien arbeiten? Dann melde dich bei mir für ein kostenfreies Erstgespräch über folgenden Link.